Textilpflege: So bleibt die Kleidung lange wie neu

Egal ob in der Freizeit oder im Beruf – Kleidung muss viel aushalten. Dabei wird sie durch Schweiß oder Schmutz verunreinigt, deshalb sollten Sie Ihre Kleidung regelmäßig reinigen. Damit sie wieder richtig sauber wird, sollten Sie jedoch unbedingt die Angaben im Herstelleretikett beachten. Denn nur mit der richtigen Textilpflege haben Sie lange Freude an Ihren Lieblingsstücken.

Richtig Waschen: So erstrahlen Ihre Textilien im neuen Glanz

Hell, dunkel, Schonwäsche, Kochwäsche – gerade für Unerfahrene ist Waschen oft verwirrend. Doch im Grunde ist die Textilpflege gar nicht so kompliziert. Denn mit den richtigen Tipps wird sie zum echten Kinderspiel. Damit bei der Wäsche nichts schief geht, sollten Sie sich zunächst die Angaben im Pflegeetikett des Herstellers genauer ansehen. Denn dort erfahren Sie dank der abgedruckten Symbole, wie und ob Sie das Kleidungsstück waschen dürfen. Wenn der stilisierte Waschzuber mit einem Kreuz durchgestrichen ist, ist das Kleidungsstück nicht waschbar. Ist eine Hand abgebildet, so sollten Sie dieses Textil nicht in die Waschmaschine geben. Diese besondere Textilpflege ist häufig bei empfindlichen Materialien wie Pullovern für Herren aus Wolle nötig. Solche Kleidungsstücke sollten Sie besser per Hand waschen. Ist eine Zahl in den Waschzuber gedruckt, so steht diese für die Temperatur. Zudem befinden sich bei einigen Textilien Striche unter dem Wasch-Symbol:

  • Ein Strich: Diese Textilien sollten Sie schonend waschen. Befüllen Sie die Trommel maximal bis zur Hälfte und verwenden Sie das Schonwaschprogramm Ihrer Waschmaschine.
     
  • Zwei Striche: Eine sehr schonende Behandlung ist erforderlich. Die Trommel sollten Sie maximal bis zu einem Drittel füllen, auch hier das spezielle Schonwaschprogramm Ihrer Waschmaschine wählen und auf das Schleudern verzichten.

Sind diese Aspekte geklärt, geht es ans Sortieren der Wäsche. Denn nur so vermeiden Sie ärgerliche Verfärbungen. Dabei sollten Sie zwei Kriterien berücksichtigen:

 
  1. Waschtemperatur: Damit Ihre Textilien nicht einlaufen oder an Farbkraft verlieren, sollten Sie sich unbedingt an die Temperaturangabe halten. Je nachdem wie empfindlich das Material ist, gibt es folgende Angaben: 30 °C, 40 °C, 60 °C oder 90 °C.
     
  2. Farbe der Kleidung: Weiß, hell, bunt oder dunkel – grundsätzlich können Sie Ihre Wäsche nach diesen Kriterien sortieren. Insbesondere bei weißer Kleidung ist es wichtig, diese gesondert von farbigen Textilien zu waschen. Denn andernfalls riskieren Sie ärgerliche Verfärbungen. Auch bei roter Wäsche sollten Sie vorsichtig sein. Denn diese ist dafür bekannt, andersfarbigen Teilen einen unschönen Farbschleier zu verleihen.

Sind die Symbole auf den eingenähten Etiketten bereits verblichen oder haben Sie diese aus der Kleidung entfernt? Kein Problem – denn bei der Textilpflege können Sie sich grundsätzlich an folgenden Empfehlungen für die Reinigung orientieren:

Handwäsche

Textilien aus Seide und Wolle sollten Sie nur per Hand auswaschen.

Feinwäsche

Empfindliche Kleidungsstücke, die zum Beispiel mit Spitze, Perlen oder Pailletten versehen sind, sollten Sie im Feinwaschgang in die Maschine geben.

30 °C bis 40 °C

Alle unempfindlichen hellen, bunten und dunklen Teile können Sie problemlos bei 30 °C bis 40 °C waschen.

60 °C

Ihre Herren-Jeanshosen werden bei 60 °C wieder schön sauber.

Kochwäsche

Robuste Textilien können Sie problemlos bei 60 °C bis 90 °C waschen. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Handtücher
  • Bettwäsche
  • Socken
 

Trockner oder Wäscheleine?

Auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort. Denn beide Lösungen haben Vor- und Nachteile. Grundsätzlich empfiehlt es sich, auch für das richtige Trocknen einen Blick in das Pflegeetikett zu werfen. Denn dürfen Sie das Kleidungsstück nicht maschinell trocknen, so erkennen Sie dies an dem entsprechenden Symbol. Bei diesen Textilien ist der stilisierte Trockner bei den Textilpflegehinweisen ausgekreuzt. Diese Kleidungsstücke sollten Sie besser an der frischen Luft aufhängen.

Befinden sich in dem Symbol hingegen ein oder zwei Punkte, so darf die Kleidung in den Trockner. Dies ist insbesondere für Familien praktisch. Denn bei diesen fällt viel Wäsche an. So sind die Kleidungsstücke im Nu wieder trocken und einsatzbereit. Energiesparender und somit auch umweltschonender ist es hingegen, die Wäsche an der Leine zu trocknen. Zudem schont diese Textilpflege auf Dauer nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern ebenfalls das Material. So bleiben Ihre Lieblingsstücke lange Zeit wie neu.

Symbol Info
Nicht im Trockner trocknen.
Bei normaler Temperatur (80° C) im Trockner trocknen
Bei niedriger Temperatur (60° C) im Trockner trocknen.
Auf der Wäscheleine trocknen.


Bügeln – mit diesen Tipps klappt es

Für die meisten ist es nicht gerade die Lieblingsbeschäftigung – das Bügeln. Doch mit den richtigen Tricks ist diese Tätigkeit im Nu erledigt und scheinbar endlos hohe Wäscheberge gehören der Vergangenheit an. Bevor Sie jedoch loslegen, sollten Sie zunächst die Symbole für die Textilpflege im Etikett des Kleidungsstücks genauer unter die Lupe nehmen. Ist das stilisierte Bügeleisen durchgestrichen, so dürfen Sie die Textilien nicht bügeln. Befinden sich hingegen Punkte im Symbol, dann können Sie das Eisen schwingen. Je mehr Punkte abgebildet sind, desto heißer dürfen Sie bügeln. Damit das Bügeln schnell erledigt ist, helfen Ihnen sicher folgende Tipps:

  1. Kleidung richtig aufhängen: Bereits beim Trocknen der Wäsche können Sie dafür sorgen, dass Ihnen im Anschluss das Bügeln leichter fällt. Hängen Sie dafür die Teile möglichst knitterfrei auf. Bei Hemden empfiehlt es sich, diese zum Trocknen auf einen Bügel zu geben.
     
  2. Wäsche vorsortieren: Weiterhin können Sie viel Zeit sparen, indem Sie die Kleidungsstücke zunächst nach Bügel-Temperatur vorsortieren. So müssen Sie nicht bei jedem Kleidungsstück die Hitzestufe des Bügeleisens verstellen.
     
  3. Textilien faltenfrei auflegen: Sie erleichtern sich die Textilpflege ebenfalls enorm, indem Sie die Teile möglichst faltenfrei und straff auf das Brett legen. So entstehen beim Bügeln nicht zusätzlich unschöne Falten.
     
  4. Wasser und Dampf als Hilfe: Um Ihre Lieblingsteile schnell wieder knitterfrei zu bekommen, können Sie die Dampffunktion des Bügeleisens verwenden. Auch das Anfeuchten der Textilien mit der Sprühfunktion erleichtert Ihnen diese Tätigkeit.
 
Symbol Info
Nicht bügeln.
Mit einer Höchsttemperatur der Bügeleisensohle von 110° C und vorzugsweise ohne Dampf bügeln.
Mit einer Höchsttemperatur der Bügeleisensohle von 150° C bügeln.
Mit einer Höchsttemperatur der Bügeleisensohle von 200° C bügeln.


Bleichwaschmittel verwenden – ja oder nein?

Viele herkömmliche Waschmittel enthalten Bleichmittel. Insbesondere bei hellen Textilien sollen diese Verfärbungen vermeiden. Denn weiße Kleidung bekommt andernfalls schnell einen unschönen Grauschleier. Doch für bunte und dunkle Kleidung sind die bleichenden Stoffe eher ungeeignet, denn durch diese verlieren die Kleidungsstücke Ihre Farbkraft. Ob Sie ein Bleichmittel bei der Textilpflege verwenden können oder nicht, verrät Ihnen das Pflegesymbol auf dem Etikett in Form eines Dreiecks.

Symbol Info
Das Kleidungsstück kann nicht mit Bleiche behandelt werden, d.h. es sollte nur mit Color- und Feinwaschmittel gewaschen werden.
Das Kleidungsstück kann mit Sauerstoffbleiche (beispielweise Universalwaschmittel) behandelt werden.
Das Kleidungsstück kann sowohl mit Chlor- als auch mit Sauerstoffbleiche (beispielweise Universalwaschmittel) behandelt werden.