Whisky-Cocktails: Anstoßen mit Whisky

5 Whisky-Cocktails, die jeder Mann kennen sollte

12. Februar 2018

On the rocks, pur oder gemixt: Zu einem guten Whisky kann wohl kaum ein Mann Nein sagen. Dabei ist die Genusswelt der Whisky-Cocktails genauso verlockend wie die der charaktervollen Single Malts. Einige traditionelle Whiskytrinker unter Euch werden vermutlich tadelnd den Kopf schütteln, wenn wir ihnen die folgenden Rezepte vorstellen, weil sie das Mixen an sich als Verunreinigung ansehen. Andere hingegen schwärmen davon, welch besondere Geschmacksnoten sie ihrem Whisky entlocken können, indem sie ihn mit allerlei ausgefallenen Zugaben verfeinern. Egal zu welcher der beiden Gruppen Ihr gehört: An diesen fünf Getränken kommt kein Whisky-Enthusiast lange vorbei.

Manhattan – mit Kirsche gekrönt

Amerika ist die Wiege vieler kräftiger Drinks und wie alle Dauerbrenner der Bargeschichte hat auch der Manhattan Whiskyliebhaber zu recht gewagten Variationen inspiriert. Aber wir wollen nicht herumexperimentieren, bevor wir den Klassiker nicht in Vollendung beherrschen. Schon die Auswahl der unverzichtbaren Grundzutat stellt uns vor eine entscheidende Wahl: originalgetreu mit roggenhaltigem Rye, betont süß mit Bourbon oder mild mit Canadian?

Zutaten: 4 cl Whisky (Rye, Bourbon oder Canadian), 2 cl roter Wermut, 2 Spritzer Angosturabitter, Cocktailkirsche

Zubereitung: Alle Zutaten in ein Rührglas mit Eiswürfeln geben und gut verrühren. Den fertigen Cocktail ohne das Eis in ein gekühltes Cocktailglas geben und mit der Kirsche garnieren.

Irish Coffee setzt dem Whisky das Sahnehäubchen auf

Mit dieser Kaffeespezialität wird es heiß im Glas und genau deshalb gilt es bei seiner Zubereitung einige Kniffe zu kennen. Wenn Ihr Zucker und Kaffee erwärmt, solltet Ihr darauf achten, ein hitzefestes Gefäß zu verwenden. Serviert wird der Caife Gaelach, wie ihn die Iren nennen, natürlich ohne Löffel. Ihn umzurühren wäre frevelhaft, denn der Kaffee wird durch die kühle Sahneschicht hindurchgeschlürft.

Zutaten: 2 TL braunen Zucker, 4 cl irischen Whisky, 120 ml starken Kaffee, 3 cl Sahne

Zubereitung: Den Zucker und den Kaffee in einem hitzebeständigen Gefäß erwärmen, bis sich alle Kristalle gelöst haben. Den Whisky hinzufügen, alles zusammen erwärmen und anschließend in ein vorgewärmtes Glas geben. Die Sahne halb aufschlagen und über den Rücken eines Löffels hinzugießen, damit sich die Flüssigkeiten nicht vermischen.

Whisky-Cocktails: der Irish Coffee

Der Old Fashioned – so bittersüß wie das Leben

Diesen Ur-Cocktail umfängt ein Hauch von Nostalgie, denn seine Geschichte geht bis in das frühe 19. Jahrhundert zurück und erinnert an die Anfänge des Barkeeping. Seine Zubereitung ist eng verwandt mit der eines Sling (einer Spirituose mit Wasser und Zucker vermischt), jedoch mit zwei bedeutenden Unterschieden: Beim Old Fashioned kommen noch Bitter und Eis hinzu – erst so wird es ein Cocktail. Habt Ihr Euch übrigens auch schon gefragt, wie dieser und andere Drinks zu ihren ungewöhnlichen Namen gekommen sind? Wir haben für Euch » nachgeforscht.

Zutaten: 1 Zuckerwürfel, 2 Spritzer Angosturabitter, 6 cl Bourbon

Zubereitung: Den Zuckerwürfel auf den Boden eines Tumblers legen, mit dem Angosturabitter beträufeln und mit einem Stößel zerdrücken. Das Glas mit großen Eiswürfeln auffüllen, den Bourbon hinzugeben und alles gut verrühren.

Whisky Sour: Puristisch und stark

Wie auch beim Old Fashioned gehört die Zubereitung eines Sour zu den Grundkenntnissen, die jeder Barmann, egal ob Amateur oder Profi, aus dem Effeff beherrschen sollte. Bei ihm kommt es besonders auf die Balance zwischen den Zutaten an. Der Drink kann auf zwei Arten zubereitet werden: entweder mit einem Eiklar und Eis vermixt oder „straight up“ (ohne Ei und Eis). Das Eiweiß nimmt dem Cocktail die dominante Säure und macht ihn bekömmlicher – wie so oft eine Frage des Geschmacks.

Zutaten: 5 cl Whisky (Bourbon), 3 cl frischen Zitronensaft, 2 cl Zuckersirup, optional: 1/2 rohes Eiklar

Zubereitung ohne Eiklar: Alle Zutaten in einen Shaker geben, kräftig schütteln und in einer Cocktailschale servieren.

Zubereitung mit Eiklar: Alle Zutaten mit reichlich Eis in einen Shaker geben, mindestens 30 Sekunden lang kräftig schütteln und in einen Tumbler gießen.

Whisky-Cocktails: der Whisky Sour

John Collins für das Prickeln im Glas

Der Whisky Sour und der John Collins sind gewissermaßen miteinander verwandt, sodass Ihr euch den Collins als mit Soda verdünnten Sour vorstellen könnt. Um herauszufinden, welches Mischungsverhältnis Euch zusagt, könnt Ihr mit 5 cl Sodawasser starten und je nach Geschmack mehr hinzugießen.

Zutaten: 5 cl Whisky, 3 cl frischen Zitronensaft, 2 cl Zuckersirup, Sodawasser

Zubereitung: In der Zubereitung wie beim Whisky Sour ohne Eiklar verfahren – also alle Zutaten in den Shaker geben, kräftig schütteln, den Drink in ein hohes Cocktailglas geben und mit Soda auffüllen.

Ein gut sortierter Barwagen ist für diese Cocktail-Rezepte zwar von Vorteil, jedoch keinesfalls zwingend nötig, wie Ihr bestimmt bemerkt habt. Die Klassiker kommen ohne viel Schnickschnack aus, überzeugen durch ihre Gradlinigkeit und munden oft auch all jenen, die ihren Whisky sonst bevorzugt pur genießen. Doch es bleibt die strittige Frage: Solltet Ihr überhaupt schütteln und rühren oder verdirbt zu viel Ehrgeiz am Shaker nur den Charakter des Whiskys?

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