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Das Babista-Textillexikon Teil 6 – von Melange bis Nano Plus

7. Dezember 2018

In Teil 6 unseres Textillexikons erklären wir Euch dieses Mal Begriffe aus der Modewelt von Babista, die mit den Buchstaben M und N anfangen (wenn Ihr den letzten Teil mit den Buchstaben K und L verpasst haben solltet, kein Problem, » Teil 5 gibt es hier). Mit dabei sind dieses Mal einige Wörter, die Ihr bestimmt schon des Öfteren gehört habt, aber auch einige Fachbegriffe, die Euch vielleicht nichts sagen, obwohl Ihr womöglich bereits das eine oder andere Kleidungsstück besitzt, bei dem diese zum Tragen kommen.

Melange

So wie die Wiener Melange eine Mischung aus Kaffee und Milch ist, so ist die Melange in der Welt der Kleidung ebenfalls eine Mischung und zwar aus unterschiedlich gefärbten Garnen, die miteinander versponnen werden. So erhält ein Kleidungsstück eine mehrfarbige Gewebestruktur, die ihm das besondere Etwas verleiht.

Merzerisieren

Der Vorgang der Mercerisation geht zurück auf den Engländer John Mercer, der im 19. Jahrhundert durch Zufall entdeckte, dass Natronlauge die Eigenschaften von Baumwollgewebe positiv beeinflussen kann. Durch die Behandlung mit der Lauge quellen die Fasern auf und verändern ihre Eigenschaften: Sie werden fester und stabiler, zudem lassen sie sich besser färben, was für die Herstellung von Kleidung einen enormen Vorteil mit sich brachte. Außerdem erhält merzerisierte Baumwolle einen besonderen Glanz, ähnlich wie Seide, der waschbeständig ist.

Merino

Merinowolle ist eine besonders hochwertige und sehr weiche Wolle, die sich aufgrund ihrer überaus feinen Fasern sehr angenehm auf der Haut anfühlt und nicht kratzt. Die Wolle stammt vom ursprünglich in Nordamerika heimischen Merinoschaf und gilt als eine der teuersten und exklusivsten Schurwollarten. Heute ist Australien der größte Lieferant für die begehrte Wollart, doch auch in Deutschland gibt es Merinoschafe – tatsächlich ist das sogar die häufigste Schafrasse hierzulande.

Mikrofaser

Hierbei handelt es sich um eine Kunstfaser, die, wie es der Name bereits vermuten lässt, extrem fein ist. Zum Vergleich: Baumwollte besitzt eine Feinheit von 1,5 bis 2,5 dtex, d.h. 10.000 Meter der Faser wiegen bis zu 2,5 g, während die Feinheit von Mikrofaser weniger als 1 dtex beträgt. Doch das Gewebe hat noch mehr zu bieten: Es ist darüber hinaus formbeständig, weich und ziemlich strapazierfähig, weshalb es bevorzugt bei der Herstellung wind- und wasserabweisender Funktionsmode eingesetzt wird. Außerdem zeichnen sich Textilien aus Mikrofaser durch einen weiteren großen Vorteil aus: Sie fusseln nicht.

Nano Plus

Das perfekte Mittel gegen Flecken? Eine Nano-Plus-Ausrüstung. Diese spezielle Veredelung macht Stoffe resistent gegenüber Schmutz und Feuchtigkeit jeder Art, die einfach an der Oberfläche abperlen. So verleiht Nano Plus einem Kleidungsstück echtes Potenzial zum Lieblingsteil für den Alltag.

Wir hoffen, Ihr seid nach dem Lesen jetzt wieder etwas schlauer. Noch mehr Wissen gibt es dann im nächsten Teil unseres Textillexikons – seid gespannt!

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