Zwei Hände basteln an farbigen Drähten

Es leben die Bastler, Tüftler und Entdecker – wir feiern den Tag der Erfinder!

9. November 2016

Warum leben wir heute nicht mehr in steinzeitlichen Verhältnissen? Weil es Menschen gibt, die sich Gedanken darüber machen, wie sie die Welt verbessern und ein kleines bisschen einfacher machen können. Heute steht alles im Zeichen der „Daniel Düsentriebs“ dieser Erde, denn es ist Tag der Erfinder. Es gibt so viele Entdeckungen, ohne die wir uns unser heutiges Leben gar nicht mehr vorstellen können und die einfach zu unserem Alltag gehören. Wir erinnern Euch heute an ein paar besonders helle Köpfe, denen wir wirklich viel zu verdanken haben!

1873: Die „Goldgräber-Hose“ von Levi Strauss

Mann sitzt in flachem Wasser und siebt nach Gold

Wir kennen sie, wir tragen sie und wir lieben sie einfach – die Jeans! Diese robuste Hose macht alles mit und kommt nie aus der Mode. Zu verdanken haben wir sie dem deutsch-amerikanischen Industriellen Levi Strauss. Der Goldrausch lockte ihn als jungen Mann nach San Francisco, wo er sein Geld als Straßen- und Tuchhändler verdiente. Er versorgte die Goldgräber unter anderem mit robusten Zelttüchern, auf die sie sich bei der harten Arbeit knien konnten. In Zusammenarbeit mit dem Schneider Jacob Davis, der die Idee hatte, den Stoff mit Nieten zu verstärken, entstanden daraus die ersten Hosen, die schon bald nicht mehr nur bei Goldgräbern beliebt waren.

1886: Nie wieder von Hand spülen!

Eine technische Erfindung, über die sich bestimmt auch heutzutage noch vor allem viele Männer freuen, wurde im Jahr 1886 von Josephine Cochrane gemacht und sieben Jahre später auf der Weltausstellung in Chicago vorgestellt: Die erste funktionstüchtige Geschirrspülmaschine war nicht nur eine Weltneuheit, sondern wurde auch als „beste mechanische Konstruktion“ ausgezeichnet. Es dauerte bis ins Jahr 1929, bevor diese Arbeitserleichterung ihren Weg nach Europa fand. Heutzutage ist sie aus keiner gut ausgestatteten Küche mehr wegzudenken – und wir sind sehr froh darüber, denn das Befüllen und Ausräumen ist deutlich angenehmer und häufig ist die Spülmaschine sogar wassersparender als das tägliche Abwaschen per Hand.

1931: Die Revolution der Männerrasur

Mann benutzt elektrischen Rasierer

An der Frage „trocken oder nass rasieren?“ scheiden sich wahrscheinlich auch Eure Geister. Dass Ihr überhaupt die Wahl habt, verdankt Ihr dem amerikanischen Eisenbahnfahrer und Berufsoffizier Jacob Schick, der 1931 den elektrischen Rasierer erfand. Dafür gab es einen guten Grund: Weil er im eiskalten Alaska Telegraphenkabel verlegte, musste er sich das für die Nassrasur benötigte Wasser besorgen, indem er mühsam ein Loch ins Eis hackte. Er tüftelte lange an einer Lösung und ließ sich auch von mehreren Rückschlägen nicht abhalten. Es hat sich gelohnt: Im Jahr 1937 setzte er 1,2 Millionen Exemplare seines Trockenrasierers ab. Der Erfolg hält bis heute an, denn im Jahr 2015 gaben über 30 Prozent der deutschen Männer an, sich ausschließlich trocken zu rasieren.

1941: Die Geburt des Klettverschlusses

Ein Hund war Ideengeber für den praktischen Klettverschluss-Mechanismus, der uns heute vor allem das Schließen und Öffnen von Schuhen und Taschen erleichtert. Der Schweizer Ingenieur Georges de Mestral liebte Spaziergänge mit seinem vierbeinigen Freund durch die freie Natur. Gehörig auf die Nerven gingen ihm dabei nur die unzähligen Kletten, die er mühsam aus dem Fell seines Hundes ziehen musste, weil dieser durch Sträucher und Gräser getollt war. Als er die kleinen Pflanzen unter dem Mikroskop anschaute, entdeckte er, dass die Klette übersät war mit winzig kleinen, flexiblen Widerhaken. Dieses Phänomen brachte den Ingenieur auf die Idee des praktischen Klettverschlusses, für den er 1951 ein Patent anmeldete.

1947: Die erste Mikrowelle wird gebaut

Mann wärmt Essen in Mikrowelle auf

Und noch eine zufällige Entdeckung: Der amerikanische Ingenieur Percy Spencer entwickelte in den frühen Vierzigerjahren eigentlich sogenannte „Magnetrons“, die Radarwellen für amerikanische Kampfflugzeuge erzeugen sollten. Beim Experimentieren mit so einem Gerät bemerkte er, dass ein Schokoriegel, den er in seiner Tasche trug, blitzschnell schmolz. Fasziniert probierte er gleich weitere Lebensmittel zu erhitzen. Es folgten Popcorn-Mais, der sofort aufsprang, und ein rohes Ei, welches allerdings unerwünscht explodierte. Das erste Modell wurde 1947 produziert, war aber noch fast zwei Meter hoch und wog 400 kg – die heutigen Geräte sind zum Glück etwas handlicher. 😉

Die Liste der bahnbrechenden Erfindungen lässt sich beliebig erweitern. Auf welchen Alltagsgegenstand wollt Ihr in Eurem Leben nicht mehr verzichten?

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