Babista Geschichte der Hüte

Kopfbedeckung mit Historie – der Hut

16. Januar 2019

Genauso wie die Welt der Jeans, Shirts und Schuhe ist auch die Hut-Mode ständig wechselnden Trends ausgesetzt. Dabei reicht die Geschichte dieser Art der Kopfbedeckung bis weit vor unsere heutige Zeit zurück. Seitdem wurden Hüte in allen Formen und Farben designt, sodass für jeden Ausflug oder Anlass ein passendes Modell entstanden ist. Wo Hüte früher noch als schützende Bedeckung des Kopfes dienten oder die Zugehörigkeit zu einer sozialen Schicht oder Vereinigung symbolisierten, sind sie heute zum Accessoire stilbewusster Männer geworden. Die Bezeichnung „Hut“ kommt ursprünglich vom mittelhochdeutschen Wort „huot“, was so viel wie Schutz oder Decke bedeutet.

Anlässlich des Nationalen Hut-Tages am 15.01. wollen wir Euch heute mitnehmen auf eine kleine Zeitreise durch die Hut-Geschichte und die Trends der vergangenen Jahrhunderte kurz aufleben lassen.

Hüte von der Antike bis zum Mittelalter

Im antiken Griechenland trugen ausschließlich Handwerker eine hutähnliche Kopfbedeckung zum Schutze. Auf Reisen oder bei der Jagd war es den vornehmen Griechen vorbehalten einen Petasos oder eine Kausia mit sich zu führen. Im Römischen Reich war der Hut ein Symbol der Freiheit, den die Sklaven bei ihrer Freilassung aus der Zwangsherrschaft mit auf ihren weiteren Lebensweg bekamen.

Babista Stohhut
Erst im 10. Jahrhundert kam die Hut-Mode nach Deutschland. So war der Strohhut beispielsweise das Zeichen der Sachsen. Die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gesellschaftsschicht wurde ebenfalls mit Hilfe eines Hutes zum Ausdruck gebracht: Der einfache Mann trug um 1100 eine Coiffe, welche eine Bundhaube aus Leinen oder Leder war. Adlige Männer ließen sich Hüte aus edlen Stoffen anfertigen. Weitere Hutformen des Mittelalters waren der Chaperon, der Jagdhut, die Gugel, das Barett und der Schlapphut. Im 18. Jahrhundert wurden die Hüte als Kopfbedeckung von der aufkommenden Perücken-Mode verdrängt.

Hüte des 19. und 20. Jahrhunderts

Babista Geschichte der Hüte

Ein grauer Filzhut, genannt Kalabreser, war das Zeichen demokratisch gesinnter Männer, weshalb sie ab 1849 polizeilich verfolgt wurden, wenn sie sich in der Öffentlichkeit mit einem solchen Hut zeigten. In Amerika kam der Cowboyhut in Mode und in England wurde die Melone populär.

Der in Deutschland zunächst vorherrschende Hombuger wurde allmählich von dem Fedora, einem eher sportlichen Filzhut, abgelöst. Zu Abendveranstaltungen trug der moderne Mann zu seinem Frack einen Zylinder.
Was um 1950 für die meisten Männer noch unvorstellbar war, wurde in den 60er-Jahren zur bitteren Realität: Der Hut verschwand als alltägliches Kleidungsstück von der Mode-Bildfläche.

Die Hüte der Moderne

Babista moderne Hüte

Und heute? Heutzutage ist alles erlaubt! Wer sich nach wie vor zum Hut bekennt, gilt als klassisch und elegant. Doch längst ist die Kopfbedeckung mit Krempe nicht mehr die einzige Wahlmöglichkeit. Neben den heute so beliebten Trilby reihen sich » Strickbeanies, » Baseballkappen, Schiebermützen – die Auswahl ist bunter und vielfältiger geworden. Frei nach dem Motto „jedem Topf seinen Deckel“ lässt sich ein jeder noch so individueller Stil stimmig abrunden. Von sportlich bis extravagant ist alles dabei und so findet sich das passende Pendant zum Kapuzenpullover wie auch zum Smoking. Nur eines gerät nie aus der Mode: Ganz gleich, welches Accessoire den Kopf bedeckt – bei Tisch gilt auch heute immer noch die gute, alte Regel „Hut ab!“.

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