Leichtathletik-EM: Läufer auf der Bahn

Fun Facts zur Leichtathletik-EM

6. August 2018

Auf die Plätze, fertig? Los! Es sind nur noch wenige Tage bis zum Startschuss der 24. Leichtathletik-EM 2018 am 7. August. Rund 1.600 Athletinnen und Athleten aus über 50 Nationen kämpfen im Olympiastadion Berlin an sechs Wettkampftagen um die Medaillen in verschiedenen Disziplinen. Nach der Handball-EM, den Olympischen Winterspielen und der Fußballweltmeisterschaft steht damit das nächste große Sport-Event des Jahres an, für uns bedeutet das erneut puren Nervenkitzel und viel Spannung. Millionen Menschen aus der ganzen Welt schauen dabei zu, wenn die Spitzensportler ihr Können in den Disziplinen der Gruppe Wurf, Sprung oder Lauf unter Beweis stellen.

Damit Ihr in den Wettkampfpausen mit interessanten Fun-Facts für einige Aha-Momente sorgen könnt, haben wir einige spannende Informationen zur diesjährigen Leichtathletik-EM zusammengestellt. Seid Ihr bereit, Euer Leichtathletik-Wissen zu erweitern? Los geht’s!

Kugelstoßen – vom Volksfest zur olympischen Disziplin

Leichtathletik-EM: Kugelstoßen

Das Kugelstoßen gehört zu den Wurfdisziplinen der Leichtathletik und ist Teildisziplin des Siebenkampfs sowie des Zehnkampfs. Seit 1896 ist das Kugelstoßen für Männer eine Olympische Disziplin und erst seit 1948 auch für Frauen, doch eine solche Form des Kräftemessens wurde bereits im Mittelalter praktiziert. Bei Volksfesten wurden schwere Steine gestoßen, welche später dann von Soldaten durch Kanonenkugeln ersetzt wurden. Heute besteht die Kugel beim Kugelstoßen aus Messing, Eisen und Stahl und wiegt bei den Männer 7,26 kg, bei den Frauen 4 kg. Die Regeln haben sich allerdings seit 1900 nicht groß verändert: Die Athleten müssen die Kugel mit einer Hand von der Schulter in einen Sektor stoßen, ohne dabei die Markierung zu übertreten. Die deutsche Sportlerin Christina Schwanitz könnte dieses Jahr zum dritten Mal in Folge Europameisterin werden und würde damit einen Erfolg feiern, den noch nie eine Kugelstoßerin erreicht hat.

Premiere bei den Frauen

Die 24. Leichtathletik-Europameisterschaften sind um eine Disziplin reicher geworden im Vergleich zum vorigen Mal. Der europäische Leichtathletik-Verband hat das 50-Kilometer-Gehen der Frauen neu ins Programm aufgenommen. So gibt es bei den kontinentalen Meisterschaften in der deutschen Hauptstadt statt 47 nun 48 Disziplinen. Die Aufnahme der Langdistanz bei den Frauen soll zur Gleichbehandlung der Geschlechter beitragen.

Mit ausgefeilter Trainingsmethode weit hinaus

Leichtathletik-EM: Weitsprung

So wie der Stabhochsprung und Dreisprung gehört auch der Weitsprung zu den Sprungdisziplinen der Leichtathletik-Europameisterschaft. Diese Disziplinen werden alle mit dem gleichen Anlauf durchgeführt. Ziel ist es, mit maximaler Geschwindigkeit und Kraft des Absprungs eine möglichst große Weite zu erzielen. Diese Disziplin hat sich im Laufe der Jahre nicht so stark verändert, Anlauf und Bewegungsablauf sind quasi gleich geblieben, allerdings hat sich die Trainingsmethode stark verändert. Und damit sind auch die Leistungen der Athleten stark angestiegen. Während die Männer zu Beginn des 20.Jahrhunderts die 7,5-Meter-Grenze nicht überschritten haben, werden mittlerweile Weiten von fast 9 Metern erreicht. Der Weltrekord von Mike Powell liegt bei 8,95 Metern. Ob dieser Rekord in der nächsten Zeit noch geknackt werden kann?

Später Startschuss für den Hürdenlauf

Leichtathletik-EM: Hürdenlauf

Während zahlreiche Disziplinen, wie zum Beispiel das Wettlaufen, bereits in der Antike praktiziert wurden, ist der Hürdenlauf ein wahrer Spätzünder. Erst Mitte des 19.Jahrhunderts fanden in Cambridge und Oxford die ersten Hürdenläufe statt. Beim Hürdenlauf sind auf einer Strecke von 110 Metern zehn Hürden zu überlaufen. Diese Aufgabe erfordert viel akrobatisches Geschick, die Sportler müssen wie ein „Klappmesser“ zusammenklappen, da hinter jeder Hürde nur wenig Platz bis zur nächsten ist. Fällt eine Hürde um, wird der Teilnehmer nicht disqualifiziert, er verliert allerdings kostbare Zeit.

Die Favoriten der EM

Zum Schluss wollen wir Euch noch mit den Spitzenteilnehmern vertraut machen. Wenn Ihr mit Euren Freunden gerne Wetten abschließt, solltet Ihr an dieser Stelle besonders aufmerksam mitlesen. Der 24-jährige Speerwurf-Weltmeister Johannes Vetter startet mit der Jahresweltbestleistung von 92,70 Metern mit sehr guten Voraussetzungen in die EM. Ob er diese Leistung noch toppen kann? Wir sind gespannt!
Beim 3.000-Meter-Hindernislauf erwartet uns volle Frauenpower. Nach ihrem unverschuldeten Sturz im vergangenen Jahr ist Gesa Felicitas Krause nun wieder voller Energie und Ehrgeiz am Start. 2015 holte sie bereits in Peking die Bronzemedaille, das erste deutsche WM-Edelmetall in dieser Kategorie. Ein Jahr später sicherte sie sich Gold – diesen Titel will sie nun in Berlin verteidigen. Doch Favoriten hin oder her, die Leichtathletik-EM ist immer für unerwartete Überraschungen bekannt und so können wir Euch nur empfehlen, Euch die Übertragung selbst anzuschauen und Euch von der Stimmung und den sportlichen Leistungen mitreißen zu lassen.

Wir sind uns sicher, dass Ihr jetzt zumindest in Sachen Fakten fit für die Europameisterschaft seid und mit einem erweiterten Leichtathletik-Wissen bei Euren Freunden punkten könnt.

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