Faszination Triathlon

Über die eigenen Grenzen hinaus: Faszination Ironman

12. Oktober 2018

Am 13. Oktober ist es wieder soweit – etwa 2.000 Teilnehmer aus 50 verschiedenen Ländern gehen auf Hawaii beim legendären „Ironman“ an den Start und legen schwimmend, laufend und auf dem Rad eine Gesamtstrecke von unglaublichen 226 Kilometern zurück. Die Kombination aus den drei Disziplinen ist wahrlich nichts für schwache Nerven und bringt die Athleten oftmals bis an ihre Grenzen. Und doch geht von der anspruchsvollen Ausdauersportart eine ganz besondere Faszination aus. Jedes Jahr kommen Hobbysportler und Profiathleten aus aller Welt nach Hawaii, um sich der Herausforderung des populären Mehrkampfs zu stellen. Dabei ist der berühmte Hawaii-Triathlon bei weitem nicht der einzige Wettbewerb seiner Art – Triathlons sind Trend! Ein guter Grund also, um sich die Ausdauerwettbewerbe ein wenig genauer anzuschauen. Und vielleicht entdecken ja auch einige von Euch demnächst Ihre Leidenschaft für die spannende Kombination aus Laufen, Schwimmen und Radfahren.

Der Triathlon – eine Sportart mit Tradition

Der Begriff Triathlon setzt sich aus den griechischen Wörtern „treis“ und „athlos“ zusammen und bedeutet so viel wie Dreikampf. Genauer geht es um die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die die Athleten in dieser Reihenfolge nacheinander absolvieren. Die Geschichte des Ausdauersports geht bis in die Zwanzigerjahre zurück. Besonders in Frankreich waren die Mehrkampf-Wettbewerbe schon früh äußerst beliebt. Der erste offizielle Triathlon wurde jedoch erst im Jahr 1974 von den Amerikanern Jack Johnstrode und Don Shanahan organisiert und fand in San Diego statt. In den folgenden Jahren etablierte sich eine eigene Triathlon-Kultur, die nicht nur steigende Teilnehmerzahlen bei internationalen Wettkämpfen, sondern auch die Gründung professionell organisierter Triathlon-Verbände zur Folge hatte. So veranstaltet die Deutsche Triathlon-Union Deutsche Meisterschaften und ist auch für die Organisation der Deutschen Triathlon-Liga zuständig. Ganz besonders großgeschrieben wird unter den Athleten und auch im Regelwerk der DTU der Grundsatz der sportlichen Fairness. Denn obwohl sich die Sieger der Wettkämpfe mittlerweile über die Auszahlung hoher Preisgelder freuen dürfen, geht es letztendlich vor allem darum, die sportlichen Herausforderungen der Triathlon-Wettkämpfe zu meistern und das Ziel zu erreichen – ganz nach dem Motto: Dabei sein ist alles!

Faszination Triathlon: Schwimmen

Nichts für schwache Nerven – der Ironman auf Hawaii

Wenn sich am 13. Oktober 2018 etwa 2.000 Athleten in die Fluten des Pazifiks wagen, mit dem Fahrrad die 180 km lange Strecke entlang der Kona- und Kohala-Küste zurücklegen und einen Marathon quer über die Insel laufen, findet der Ironman Hawaii bereits zum 42. Mal auf der Inselgruppe im Zentralpazifik statt. Der anspruchsvolle Mehrkampf gilt als der spektakulärste Triathlon der Welt und lockt jedes Jahr nicht nur viele motivierte Athleten, sondern auch begeisterte Zuschauer und Fans nach Hawaii. Bereits 1978 wurde der erste Ironman veranstaltet. Initiator war der U.S. Navy Commander John Collins, der während der Siegerfeier eines Laufwettbewerbs eine Diskussion darüber entfachte, welche Sportler fitter seien – Läufer oder Schwimmer. So entstand die Idee, die drei anspruchsvollsten Ausdauerwettbewerbe miteinander zu kombinieren und den „Ironman“ als Sieger des Mehrkampfwettbewerbs zu ermitteln. Von den 15 Teilnehmern des ersten Ironmans gelangten schließlich 12 Athleten ins Ziel; der Taxifahrer Gordon Haller erwies sich dabei mit einer Zeit von 11 Stunden und 46 Minuten als schnellster Sportler und wurde somit zum ersten „Eisenmann“ der Geschichte gekürt. Schon bald darauf wurde der Ironman als anerkannte Marke eingetragen und durch die World Triathlon Corporation verwaltet. Auf Grund der steigenden Teilnehmerzahlen wurde die Ausrichtung des Wettkampfes 1981 außerdem von der Küste Waikikis auf die Nachbarinsel Big Island verlegt, dessen wüstenartige Lavafelder eine zusätzliche Herausforderung für die Athleten darstellen. Für erschwerte Bedingungen sorgen zudem auch die berüchtigten „Mumuku“-Winde und die hohe Luftfeuchtigkeit, die auf der Insel herrscht. Und doch ist die Teilnahme an dem wohl populärsten Triathlon der Welt so begehrt wie nie. Allerdings müssen sich die Sportler seit 2011 über ein Punkte-System für einen Startplatz beim legendären Ironman qualifizieren und im Vorfeld mindestens vier weitere Wettkämpfe erfolgreich absolvieren.

Faszination Triathlon: Radfahren

Auf der Überholspur – deutsche Athleten beim Ironman

In beeindruckenden 8 Stunden setzte sich im Jahr 2017 der deutsche Athlet Patrick Lange gegen das männliche Teilnehmerfeld durch. Und auch in diesem Jahr gehen insgesamt 210 deutsche Sportler auf Hawaii an den Start, von denen der jüngste Athlet gerade einmal 21 Jahre jung ist, während der älteste deutsche Teilnehmer die sportliche Herausforderung auch mit 72 Jahren unerschrocken annimmt. Jan Frodeno, der deutsche Topfavorit, musste den diesjährigen Start hingegen verletzungsbedingt absagen. Und auch Boris Stein, ein weiterer Hoffnungsträger, wird aufgrund einer Verletzung auf Hawaii nicht an den Start gehen. Ein guter Grund also, dem deutschen Teilnehmerfeld besonders fest die Daumen zu drücken. Auf dem langen Weg zur Ziellinie müssen sich unsere Athleten nämlich gegen starke Konkurrenz aus aller Welt beweisen.

Falls Ihr gerade schon Eure nächste Joggingstrecke plant und noch nach ein wenig Motivation sucht, haben wir einen Tipp für Euch – in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober überträgt das ZDF den Ironman live und stellt auch einen zusätzlichen Livestream zur Verfügung. Viel Spaß!

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