Kartenspiele: Mann, der ein Herzass im Ärmel versteckt

Die beliebtesten Kartenspiele: Klassiker für Männerrunden und Neues für die ganze Familie

28. Dezember 2016

Nicht nur Kinder, auch Erwachsene spielen gern. Vor allem Kartenspiele sind beliebt bei Groß und Klein. Deshalb stellen wir Euch heute einige Klassiker sowie neue Varianten vor, die mit Kindern und Enkelkindern mindestens genauso viel Spaß machen wie in einer Männerrunde.

Pik, Karo, Kreuz und Herz: Klassiker für den Stammtisch

Wenn Ihr an klassische Kartenspiele denkt, kommen Euch sicherlich schnell die Begriffe Bridge, Rommé und Canasta in den Sinn. Zugegeben, für Anfänger können die Regeln auf den ersten Blick sehr umfangreich und fast schon undurchschaubar wirken – doch das Lernen lohnt sich.

Bridge wird zu viert mit einem französischen Blatt à 52 Karten gespielt und gilt als ein sehr komplexes, variantenreiches Kartenspiel, das Ihr am besten lernt, wenn Ihr mit erfahrenen Spielern einige Runden durchspielt. Rommé hingegen ist als besonders geselliges Spiel bekannt, das ebenfalls viele Varianten kennt, von denen Ihr einige sogar mit Kindern zusammen spielen könnt. Anders als Bridge wird das Kombinations- und Legespiel Rommé mit zwei 52er-Blättern und sechs Jokern gespielt. Benötigt werden zwei bis sechs Spieler, die jeweils versuchen, die Karten auf ihrer Hand zu Figuren (Kombinationen von mindestens drei Karten) zu ordnen und diese auszulegen. Angelehnt an das Rommé-Spiel ist auch das beliebte Canasta, bei dem zwei bis sechs Spieler allein oder in Zweierparteien mit 108 Karten die Runden bestreiten, indem sie Karten aufnehmen, wieder ablegen und in Kombinationen auslegen.

Schwarz-Weiß-Aufnahme von Männern, die ein Kartenspiel spielen

Als König der Kartenspiele gilt Skat mit einem relativ übersichtlichen Blatt von 32 Karten. Schon Loriot spielte das strategische Kartenspiel in geselliger Herrenrunde mit großer Freude. Gespielt wird zu dritt als Alleinspieler, der durch das sogenannte Reizen ermittelt wird und gegen die Gegenpartei antritt. Reihum wird je eine Karte ausgelegt, bei der es das Ziel ist, den Stich zu gewinnen.

Taktikfüchse könnten mit Doppelkopf glücklich werden. Es wird in der Regel zu viert gespielt, doch auch Varianten mit drei bis sieben Spielern sind möglich. Die Regeln erinnern ein wenig an Skat, denn auch hier werden nach bestimmten Regeln Karten abgelegt, um den jeweiligen Stich zu gewinnen. Schwimmen ist als schnelles Glücksspiel für zwei bis neun Personen auch unter dem Namen Einunddreißig bekannt. Durch den Tausch von Karten versucht hier jeder Spieler eine Kombination auf seiner Hand und die namensgebende Höchstpunktzahl von 31 Punkten zu erlangen.

Abseits der Klassiker: Favoriten für Familien

Möchtet Ihr Euch lieber abseits der klassischen Kartenspiele umsehen, werft doch einen Blick auf das kooperative Kartenspiel Hanabi, das zum Spiel des Jahres 2013 gewählt wurde. Alle Spieler versuchen hier gemeinsam, möglichst viele farbenprächtige, namensgebende Feuerwerkskarten abzulegen. Der Clou: Die Spieler können nur die Karten der Mitspieler einsehen, nicht jedoch ihre eigenen. Die Mitspieler können Tipps zu den Karten geben und so beeinflussen, welche Karten abgelegt oder abgeworfen werden sollten. Wir empfehlen Euch dieses Spiel vor allem für gesprächige Männerrunden, die lieber gemeinsam als gegeneinander spielen möchten, oder für den Spielenachmittag mit allen Familienmitgliedern ab acht Jahren.

Zu den weiteren Kartenspielklassikern für Kinder und Enkelkinder zählt auch Quartett –wer kennt es nicht aus Kindertagen? In fast allen möglichen Designs, mit den schnellsten Autos, den größten Comic-Helden oder den bekanntesten Stars bedruckt, ist es eines der optisch wandlungsfähigsten Kartenspiele überhaupt. Ebenfalls sehr bekannt ist Mau-Mau, das mit einem Skatblatt gespielt werden kann und bei dem die Spieler möglichst schnell reihum Ihre Karten auf einem Stapel ablegen müssen. Nach dem gleichen Prinzip, jedoch mit eigenen Karten und etwas anderen Regeln wird das weltweit beliebteste Familienkartenspiel Uno gespielt.

Menschen, die um einen Tisch herumsitzen und ein Kartenspiel spielen

Darf es beim Spielen etwas rasanter zugehen? Dann seht Euch Ligretto an. Hier ist Reaktionsgeschwindigkeit gefragt, denn alle Spieler versuchen zeitgleich Ihre Karten auf gemeinsamen Stapeln, geordnet nach Farben und der Zahlenfolge eins bis zehn, abzulegen. Relativ neu ist auch Phase 10, das für zwei bis sechs Spieler ab zehn Jahren ausgelegt ist. Das Spielprinzip ist ebenso simpel wie nervenaufreibend: Ihr müsst 10 Spielphasen, jeweils bestehend aus einer bestimmten zu sammelnden Kartenkombination, durchlaufen. Hier gilt es daher, beim Sammeln auf die richtigen Karten zu setzen.

Ob guter oder schlechter Verlierer: Beim Spielen kommt es auf den Spaß an! Und wenn Ihr verloren habt, könnt Ihr einfach eine Revanche einfordern. Vielleicht habt Ihr nun auch Lust bekommen, Eure Freunde oder die Familie mal wieder zu der einen oder anderen Runde Eures liebsten Kartenspiels einzuladen?

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